In Offenburg waren im Winter 1944/45 zwei SS-Eisenbahnbaubrigaden auf der Höhe der Monsch-Schule stationiert. Sie hatten die Aufgabe, nach Bombenangriffen die Gleise instant zu setzten, Blindgänger zu entschärfen, Trümmer zu beseitigen usw. Jede Brigade bestand aus 500 Häftlingen plus Wachmannschaft.

Es waren praktisch rollende KZs.

Als sie zu anderen Bombenangriffen mussten, wurden aus dem KZ Flossenbürg, 645 Häftlinge nach Offenburg deportiert. Sie kamen in das KZ in der Artilleriekaserne an der Prinz-Eugen-Straße.
Von den Brigaden starben hier mindesten 40 Mann, von den Häftlingen des KZ Offenburg starben durch die Brutalität der SS und die furchtbaren Arbeitsbedingungen bis zur Befreiung in Donaueschingen weit über 100 Mann. Die in Offenburg umkamen, liegen auf dem KZ-Friedhof hinter dem jüdischen Friedhof.

Am Mittwoch, den 29. Januar 2020 um 14.30 Uhr wird an den Bahngeleisen eine neue Tafel für die 10. SS-Eisenbahnbaubrigade eingeweiht.

Sie wird vom Ostausgang gesehen Richtung Radhaus installiert.
Die alte Tafel wurde viermal zerstört.

So werden die Ortenauer in der Klinikdebatte abgezockt!

Die Kosten für die Klinikschließungen ufern immer mehr aus. Am Anfang der Debatte hieß es noch, es sei kein Geld da, um die Kliniken zu erhalten. Man könne nicht die Kreisumlage um 1-2% erhöhen, um das Defizit zu finanzieren und ins Personal zu investieren. Nun ist die Rede davon, dass man bis zu 1,5 Mrd. € für die Agenda2030 aufbringen muss. Eine Menge Geld, bei der sich der Kreis und die Kommunen durch Erhöhung der Kreisumlage um bis zu 10% auf Jahrzehnte verschulden werden. Geld wird dann keines mehr da sein für einen besseren ÖPNV, für Kindergärten, für Schulen, für sozialen Wohnungsbau und schon gar nicht für mehr Personal in den Kliniken. Das Pro Klinik Gutachten von 2013, sowie das CMK Gutachten sagen, der Bedarf für alle Ortenauer Kliniken ist da. Mit 20€ pro Ortenauer Bürger im Jahr könnten alle Kliniken erhalten werden. Die Kreis- und Klinikverwaltung müssen endlich eingestehen, dass das größenwahnsinnige Projekt „Agenda2030“ kläglich gescheitert ist. Wir werden nicht da stehen und sagen, wir haben es ja gesagt. Wir fordern viel eher dazu auf, noch zu retten was jetzt zu retten ist.

Schritt 1: Die Geburtenstation in Oberkirch wieder öffnen.

Schritt 2: Personaloffensive starten & Lohnerhöhungen für das Klinikpersonal (auch für Reinigungskräfte)

Schritt 3: Die Pflegeschule in Kehl wieder öffnen

Schritt 4: Medizinstudenten schon im Studium fördern und an die Ortenau binden.

Schritt 5: Sämtliche Kreis und Gemeinderäte müssen sich gegen die Fallpauschalen des Bundes sowie die viel zu niedrigen Investitionszuschüsse des Landes positionieren. Druck aufbauen!

Schritt 6: Bestehende Kliniken sanieren und bei Bedarf ausbauen.

Schritt 7: Gengenbach wiedereröffnen.

Schritt 8: Klinikstrukturen demokratisieren, mehr Mitspracherechte für das Personal. Wahlen des Klinikgeschäftsführers durch das Personal. Wir brauchen einen Geschäftsführer, der das Haus kennt und beim Personal beliebt ist. weiterlesen…

Linke Liste Ortenau fordert Kehrtwende der Kreispolitik

Die Linke Liste Ortenau appelliere angesichts der erneuten desaströsen Zahlen an die Kreispolitik, dass nun endlich eine Kehrtwende eintreten müsse. Man könne der Bevölkerung doch nicht erzählen, dass eine Erhöhung der Kreisumlage um 1-2% nicht machbar sei, um alle Kliniken zu erhalten, nur um dann zwei Jahre später plötzlich die Kreisumlage um bis zu 10% anzuheben. Durch solch eine katastrophale Politik müssten sich die Parteien nicht wundern, wenn immer mehr Menschen sich von ihrer Politik abwenden.
 
Sollten die Klinikschließungen wie geplant durchgezogen und die Krankenhausfabrik errichtet werden, bleibe wie schon von der LiLO
geäußert, kein Geld mehr für ÖPNV, Schulen oder andere Bereiche der Daseinsvorsorge übrig. Zu leiden hätte darunter wieder die Ortenauer
Bevölkerung. Mittlerweile haben die Verantwortlichen nach Meinung von LiLO Sprecher Hinzmann völlig die Kontrolle über das Projekt „Agenda 2030″ verloren. Jeder Normalsterbliche wäre in der Privatwirtschaft hier längst seinen Job los. Außer der Kahlschlag unserer stationären Gesundheitsversorgung wäre von Anfang an so geplant gewesen, wie man als Klinikbündnis und LiLO schon mehrmals erwähnt hätte.
 
Die parteiunabhängige Liste fordere von Keller, Scherer und den verantwortlichen Kreisräten, dass sie eingestehen die Kliniken jahrelang kaputtgespart zu haben, um somit den Kreishaushalt bzw. die Kassen der Kommunen zu sanieren. Zusätzlich wurden, wie Lohfert und Lohfert bereits im Gutachten darlegt, die Standorte Offenburg und Lahr auf Kosten der anderen Kliniken aufgebläht. Die LiLO fordere, die für die Zentralisierung geplanten 1,5 Mrd.€ endlich in den Erhalt, Ausbau und in eine Personaloffensive zu stecken. Alles andere laufe zwangsläufig nur auf die vorzeitigen Schließungen sowie eine Privatisierung der Krankenhauslandschaft hinaus. Das so viel erwähnte Vorzeigeprojeke/Leuchtturmprojekt werde somit zu einem Vorzeige-Milliardengrab a la Stuttgart21 oder BER.

Filmvorführung der marktgerechte Mensch

Am Freitag den 17.01.2020 um 19:30Uhr

zeigen wir im R12 den Film der marktgerechte Mensch.
Adresse:
Linkes Zentrum R12
Rammersweierstraße 12
77654 Offenburg

Der Film stammt von den gleichen Machern des marktgerechten Patienten.

 

  „Der Marktgerechte Mensch“ ist ein Film von unten.

Ein Film der uns alle angeht:  „Wenn der Mensch zur Ware wird“ geht seine Menschenwürde verloren.Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute.

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PFC Skandal in der Ortenau

In den letzten Jahren, wurde vor allem im Raum Rastatt bekannt, dass landwirtschaftlich genutzte Felder mit PFC belastetem Papier gedüngt wurden. Nun gibt es erste Hinweise, dass man auch Ortenauer Böden damit düngte. PFC ist mittlerweile stark in der Kritik, „denn wahrscheinlich hat der Stoff negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Er steht beispielsweise im 

Verdacht, Krebs zu verursachen oder Fehlbildungen bei Säuglingen. Im Bereich der Möhnetalsperre im Sauerland wurden 2006 größere PFC-Belastungen publik. Wissenschaftler stellten später in Studien fest, dass bei Jugendlichen in der Region die Pubertät teils später einsetzte. Sie sahen einen Zusammenhang zu den Schadstoffen. 
PFC werden – oder wurden – unter anderem in vielen Papierfabriken verwendet, um Hochglanzflyer und andere Spezialpapiere herzustellen. In der Region Mittelbaden gibt es zahlreiche Papierfabriken, von denen einige auch PFC verarbeitet haben sollen.

Bei der Papierherstellung fallen Abfallstoffe an, darunter Holzschliff, kleine Papierfasern und Papierschlämme. Solche Abfälle hat ein Komposthändler aus Bühl den Papierfabriken jahrelang abgenommen und dafür viel Geld kassiert. Die Behörden glauben, dass diese Papierfasern mit PFC belastet waren.
Der Händler rührte sie unter seinen Kompost und verteilte die Mischung kostenlos an Landwirte in der Region. So sollen die Chemikalien auf etliche Äcker gelangt sein. Das bemerkte man aber erst, als sie längst durch den Boden ins Grundwasser gesickert waren – und in den Wasserwerken der Trinkwasserversorger wieder auftauchten.“

Es ist ein folgenschwerer Skandal, denn die Unternehmer verpesten unser Grundwasser und kommen dafür sogar noch straffrei davon. Wir, die Bevölkerung, zahlen dafür mit unserer Gesundheit. Es ist natürlich mal wieder bezeichnend für die Ortenau, dass bei uns die Untersuchungen erst jetzt richtig beginnen, obwohl schon vor einem Jahr Alarm geschlagen wurde. Doch anstatt großflächig und genau zu prüfen, hat man lediglich eine einfache Prüfung vorgenommen.

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Linke Liste Ortenau gegen das Nebelkerzenmodell der Genesungsbetten

Die Linke Liste Ortenau (LiLO) kritisiert den Vorschlag von Landrat Frank Scherer, Genesungsbetten anstatt einer wohnortnahem stationären Notfallversorgung in Kehl, Ettenheim sowie Oberkirch einzurichten. Dieses Modell sei lediglich eine Nebelkerze, die gezündet werde, um die Bevölkerung, die Gemeinde- und Kreisräte zu besänftigen. Wie der Kommentar von Wolfram Britz (SPD) zeige, funktioniere dies auch ganz gut. LiLO Sprecher Hinzmann verstehe aber nicht, wie man denn nach all den Aktionen noch auf das Wort von Scherer und Keller vertrauen könne. Jeder, der die Augen nicht vor der Wahrheit verschließe, sehe doch, dass die drei Krankenhäuser gerade ausgeblutet werden. Immer mehr Personal fehle und der Druck auf die verbleibenden Mitarbeiter wird zunehmend erhöht. So klagen Pflegekräfte in Kehl, nun auch zusätzlich zu ihrer Arbeitszeit im Labor eingesetzt zu werden. Des Weiteren ist noch völlig unklar, wer für die Genesungsbetten zahlen solle, da über die Fallpauschalen eine Abrechnung für solche Betten bei den Kassen wahrscheinlich nicht möglich seien. Hinzu komme, dass Genesungsbetten vielleicht dann ein paar Jahre existieren würden, aber von der Klinikgeschäftsführung auch schnell wieder ohne gesetzliche Probleme geschlossen werden können.

Angesichts der zunehmend prekären Situation im Ortenauer Gesundheitswesen, fordert die Linke Liste Ortenau eine umgehende Abkehr von Scheindebatten sowie eine umfassende Personal- und Investitionsoffensive bei den bestehenden Kliniken. Wer aber die Geschichte von Klinikgeschäftsführer Christian Keller kenne, der wisse, dass solch eine Offensive und somit eine Verbesserung unser aller Gesundheitsversorgung, nicht mit ihm möglich sei. Hinzmann betont noch einmal, dass Keller eingestellt wurde, um die Agenda2030 umzusetzen. Das solle doch inzwischen zu jedem Kreis- und Gemeinderat durchgedrungen sein.

 

Jahrestag der Klinikschließung in Gengenbach

Gestern war der Jahrestag der Schließung des Gengenbacher Klinikstandorts. Mit einer Mahnwache vor dem Krankenhaus und einer spontanen Aktion auf dem Weihnachtsmarkt, zeigten wir auch noch einmal vor internationalem Publikum die Verantwortlichen für diese Schließung auf.
Wir vergessen nicht, wir vergeben nicht. Wir werden den Widerstand auch weiterhin aufrecht erhalten. Doch dafür brauchen wir auch eure Hilfe. Denn nur gemeinsam können wir die Schließungen der restlichen Häuser noch verhindern.

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Jahrestag der Schließung

Die Linke Liste Ortenau ruft für Samstag den 07.12 um 17Uhr zur Mahnwache vor dem Gengenbacher Klinikstandort auf. Zum Jahrestag der Klinikschließung laden die Organisatoren die Gengenbacher Bevölkerung zum Gedenken an ihr Krankenhaus vor Ort ein. Für sie steht die Schließung des Gengenbacher Krankenhauses für die verfehlte Gesundheitspolitik im Ortenaukreis. Ganz besonders soll bei dem Gedenken der Austausch im Fokus stehen. Wie erging es der Gengenbacher Bevölkerung in diesem Jahr ohne Krankenhaus? Auch wenn die Entscheidung zur Schließung schon umgesetzt wurde, will man die Verantwortlichen noch einmal der Öffentlichkeit ins Gedächtnis rufen und auch daran erinnern, dass Bürgermeister Thorsten Erny für die Klinikschließungen im Krankenhausausschuss gestimmt hatte. Die Initiatoren freuen sich auf Interessierte/ Trauernde, die wie auch im letzten Jahr die Wiese vor dem Klinikum mit Grablichtern säumen werden

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Linke Liste Ortenau kritisiert Agenda2030 Broschüre

Die Linke Liste Ortenau ist empört über die Massenbroschüre zur Agenda2030, welche am Sonntag an ca. 190.000 Haushalte in der Ortenau verteilt wurde. Es habe den Anschein, dass diese Broschüre als Akt der Verzweiflung noch einmal versuchen soll, die Meinung der Ortenauer und Ortenauerinnen über die Klinikschließungen zu ändern. LiLO Sprecher Hinzmann meint dazu, dass schon Seite 4 und 5 die Überheblichkeit der Kreisverwaltung demonstriert. Anscheinend verwechsle Landrat Scherer sein Amt mit einer feudalen Königsherrschaft. Auch wenn der Kreis noch so viel Steuergelder für Broschüren oder Werbeveranstaltungen verschwende, ändert sich nichts daran, dass die Bevölkerung nicht über die Schließungen mitbestimmen konnte.

Bild aus der Agenda2030 Broschüre des Landratsamts

Auffallend sei vor allem, meint die ehemalige Krankenpflegerin Rynak, dass lediglich die oberen Führungskräfte in der Broschüre zu Wort kämen. Das leidtragende Pflegepersonal und andere Beschäftigte fielen mal wieder unter den Tisch. Dies lege erneut den Charakter dieser Politik des nach unten Tretens offen. Den Beweis, dass Pflegekräfte und andere Mitarbeiter des Klinikums lieber in einer Krankenhausfabrik arbeiten wollen würden, bleibe das Landratsamt weiterhin schuldig. Den Pflegepersonal-Mangel gäbe es auch an den Unikliniken, wie man an den Anzeigenschaltungen in diversen Zeitungen sehen könne.

Lukas Matz kritisiert erneut, dass die Landkreisverwaltung auch dieses mal wieder nicht offen und ehrlich mit den Kosten umgehe. Auf Seite 17 gäbe es zwar das Eingeständnis, dass die Agenda2030 viel teurer wird, als man anfangs den Menschen verkauft hat. Doch es fehle immer noch auch die Auflistung, dass erst einmal ein dreistelliger Millionenbetrag in die alten Gebäude investiert werde, die man dann am Ende abreißt. Hinzmann ergänzt, dass Klinikgeschäftsführer Keller die Kreisräte mit der Umwandlung in Betriebsstellen vor vollendete Tatsachen stelle und weist erneut darauf hin, dass laut Gesetz Kehl, Ettenheim und Oberkirch auch weiterhin Standorte seien. So verwundere es ihn dann auch nicht, wenn von der Überprüfungsklausel lediglich am Ende der Broschüre nur ganz kurz die Rede ist. Man zeige damit, dass man die Kreisräte hinters Licht geführt hat, die auf Basis dieser Klausel ihre Zustimmung gegeben hatten und schon fest mit den Schließungen plant. Es bestehe aber noch Hoffnung, wenn 14 Kreisräte sich nun zusammen schließen, um die Überprüfungsklausel zu aktivieren und somit die Agenda2030 zu Fall zu bringen.