Tiefengeothermiebohrungen stoppen!

Angesichts des Erdbebens im Elsaß, welches auch in Kehl zu spüren war, fordert die Linke Liste Ortenau das Landratsamt und das Regierungspräsidium dazu auf, sofort alle Pläne zum Thema Tiefengeothermie in der Ortenau öffentlich zu machen. Schon seit längerem versuche die Firma Daltrup im Gebiet Neuried ein Tiefengeothermie Projekt gegen den Willen der dortigen Bevölkerung zu errichten. Wie auch beim Klinikum und anderen Themen, versuche man von Seiten der Behörden so wenig wie möglich Infos an die Bürger und Bürgerinnen zu geben. LiLO Sprecher Hinzmann fordert Landrat Scherer dazu auf alle Fakten auf den Tisch zu legen und endlich bürgernahe Basisdemokratie zu leben. Die Menschen in Neuried würden immer noch im Unklaren darüber gehalten, ob Anträge für das Genehmigungsverfahren eines Tiefengeothermiewerkes nun vorliegen oder nicht. Auch sei immer noch nicht die Haftungsfrage geklärt, wie es sich bei etwaigen Schäden verhalte. Egal ob diese durch Bohrungen aus Frankreich oder Deutschland entstehen.
Die Linke Liste Ortenau fordert den Kreis dazu auf, über den Eurodistrict ein Stopp der Bohrungen zu erwirken, bis die Haftungsfrage zugunsten der Bevölkerung geklärt sei. Landrat Scherer müsse seinen Verpflichtungen nachkommen und die Bevölkerung in diesem Sinne angemessen vertreten.

Klima Demo am 16.03 für eine lebenswerte Ortenau!

Wir sehen die Auswirkungen des Klimawandels auf der ganzen Welt. Die Polarkappen schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt bedrohlich und Küstenregionen versinken in der Flut. Wüsten breiten sich aus und Menschen fliehen, Lebensräume gehen verloren, Pflanzen und Tiere sterben in bisher nie dagewesenem Umfang aus. Wir Menschen bringen uns um unsere Lebensgrundlagen.

Gleichzeitig debattieren die politisch Verantwortlichen immer noch darüber, ob unser Ökosystem einen durchschnittlicher Temperaturanstieg um 1,5 oder 2 Grad verkraften kann. Die Mehrheit der Bevölkerung will den Ausbau erneuerbarer Energien, einen ökologischen Wandel und ein Ende des Raubbaus an der Natur.

Stattdessen verfolgt die Politik fast ausschließlich die Interessen der Industrie und der großen Konzerne. Die Profite werden von wenigen abgeschöpft, während der überwiegende Teil der Weltbevölkerung am Existenzminimum darbt. Die Vorteile werden von wenigen genossen, während die Nachteile ausgelagert werden. Monokulturen, Massentierhaltung, Ausbeutung von Bodenschätzen, Umweltverschmutzung, Artensterben finden nicht auf der nördlichen, vermögenden Halbkugel statt, sondern hauptsächlich dort, wo wir sie nicht sehen.

Weltweit nehmen die Proteste gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der weltweiten Ökosysteme zu. Mit Protesten gegen Kernenergie, gegen die klimaschädliche Ausbeutung der verbliebenen Kohlereviere, den Friday for Future-Schulstreiks oder dem Volksbegehren gegen das Bienensterben gehen Menschen bei uns auf die Straße. Die Atomkatastrophe von Fukushima hat gezeigt, dass die Politik in Zugzwang gerät, wenn genügend Menschen aufstehen und für ihre Überzeugung eintreten. weiterlesen…

Tiefengeothermieprojekte in der Ortenau stoppen!

In der Ortenau (Neuried) plant die Firma Geysir Europe ein Projekt zur Tiefengoethermie. Die Gefahr, dass wie in Staufen, Kamen und Rudersberg Häuser durch Geländehebungen bzw Senkungen beschädigt und zerstört werden können oder, dass wie an anderen Orten Salz und/oder radioaktives Material ins Grundwasser bzw an die Oberfläche gelangen kann, blenden die Firma und das Landratsamt einfach aus.
Man begründet das Projekt mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien. Doch längst zählt die Tiefengeothermie nicht mehr dazu. Überall auf der Welt nimmt der Widerstand gegen solche Projekte zu, da die Firmen kommen und die Bevölkerung auf den entstanden Schäden sitzen bleibt.

Bevor die Versicherungsfrage nicht geklärt ist, höchste Sicherheitsstandards bei den Bohrungen nicht eingehalten werden und die Firma garantiert für alle Schäden in voller Höhe aufkommt, darf es in der Ortenau kein TIefengeothermieprojekt geben. Auch darf die Bevölkerung nicht einfach mit Sonntagspredigten abgespeist werden, sondern muss aktiv am Diskussionsprozess teilhaben dürfen.