Vortrag: Inflation – Was ist das?


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Die Inflation wird meist als bedrohliches Wesen beschrieben. Mal schleicht sie, dann galoppiert sie. Sie frisst den Geldwert, die Kaufkraft und die Ersparnisse, sie stürzt Länder in Krisen, produziert Arbeitslosigkeit und produziert soziale Unruhen. Mit der Steuerung der Inflationsrate ist eine eigene staatliche Institution betraut: die Zentralbank. Doch tun sich die «Währungshüter» offensichtlich schwer mit diesem Job. Mal ist die Inflation zu niedrig, dann ist sie plötzlich wieder zu hoch, wie derzeit. Über die Folgen der Geldentwertung herrscht in der Theorie weitgehend Einigkeit. Heftig gestritten wird dagegen über ihre Ursachen: Als Inflationstreiber gelten steigende Geldmengen, niedrige Zinsen, hohe Löhne, hohe Staatsschulden und derzeit die gestiegenen Energiepreise Die aktuelle Inflationsrate in Deutschland von rund zehn Prozent führt zu einer Verarmung, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Aus diesem Anlass wollen wir in einer Veranstaltung unter anderem mit den Fragen befassen:

  • Was ist eigentlich Inflation – und was eine Lohn-Preis-Spirale?
  • Warum ist Inflation so schwer zu steuern – und ab welcher Höhe gilt
    sie als Problem?
  • Ist eine hohe Inflation wirklich für alle ein Problem – oder ist sie
    eine bloße Umverteilung?
  • Was erzählt die Inflation über das Wirtschaftssystem, in dem wir
    leben?

Stephan Kaufmann hat Betriebs- und Volkswirtschaftslehre studiert, ist seit 30 Jahren Wirtschaftsjournalist. Er schreibt u.a. für die Frankfurter Rundschau, für nd. DieWoche und den Freitag. Zuletzt von ihm erschienen (zs. mit Antonella Muzzupappa) ist das Buch «Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung» (2020)